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Heiliger Berg Athos:


CHILANDARIOU

Das Kloster Chilandariou ist das nördlichste Kloster des Athosberges. Der Name geht möglicherweise auf den Gründer einer früheren Niederlassung von Mönchen an dieser Stelle zurück, dessen Name Chilandaris war. Gegründet wurde es gegen Ende des 10. Jh und 1198 trat es Kaiser Alexios III. den Serben als "ewiges Geschenk" ab. Hier führten zuerst der serbische Fürst Stephanos Nemanias und sein Sohn Ratsko und später viele weitere Serben ein Leben als Mönch. In anderen Quellen werden diese beiden Serben als die Gründer des Klosters genannt.    

Von Wald umgeben ist das Kloster vom Meer aus nicht sichtbar.
Von Wald umgeben ist das Kloster vom Meer aus nicht sichtbar.
Chilandariou ist das Kloster der Serbischen Orthodoxen Kirche.
Chilandariou ist das Kloster der Serbischen Orthodoxen Kirche.
Rund um das Katholikon drängen sich kleinere Kapellen.
Rund um das Katholikon drängen sich kleinere Kapellen.
 Die ältesten Bauelemente stammen aus dem zehnten Jahrhundert.
Die ältesten Bauelemente stammen aus dem zehnten Jahrhundert.

Das Kloster ist der 'Eisodia tis Theotokou', d.h. Mariä Tempelgang, geweiht. Sein Katholikon wurde im 14. Jh. errichtet. In den Jahren 1319-1320 wurde es vom großen Kunstmaler Michael Astrapas und anderen Künstlern ausgemalt. Zu dieser Zeit erreichte Chilandariou als spirituelles Zentrum der serbischen Christen seinen Höhepunkt, da es durch öffentliche und private Spenden großen Reichtum erlangte. Besonders beeindruckend ist sein postbyzantinisches holzgeschnitztes Templon (hinter dem das alte Marmortemplon steht), eine schöne Marmorgravur im Fußboden, vermutlich aus dem 11. Jh., sowie zahlreiche Ikonen der Kirche.

Im Klosterhof befindet sich die Phiale (1784) und in ihrer Nähe das Refektorium mit Wandmalereien aus dem Zeitraum vom 14. Jh. bis 1623. Interessante byzantinische Wandmalereien (13.-14. Jh.) sind auch in den Kapellen des Klosters erhalten.

Die Bibliothek umfasste 990 handschriftliche Kodizes (181 griechische und 809 slawische) und mehr als 20.000 griechische und slawische Bücher. Außerdem gibt es eine umfangreiche Schatzkammer mit Stücken des Heiligen Holzes, dem Leichengewand Christi, Reliquien von Heiligen, schönen Kreuzen – zwei davon Geschenke des Kaisers Ioannis III. Vatatzes -, goldbestickten Priestergewändern, Diptychen, Triptychen und anderen byzantinische Ikonen und Edelsteinen.

Leider hat ein Feuer im März 2004 fast die Hälfte des Klosters, darunter die Bibliothek und viele der unwiederbringlichen Schätze vernichtet.







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