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Berg Randa:


MARE DE DÉU DE CURA

Das Kloster "Cura", wie es kurz genannt wird, ist das oberste der drei Klöster auf dem Berg Randa und für die Mallorquiner nach dem Santuari de Lluc der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Insel. Seinen Ursprung hat das Kloster in kleinen Einsiedeleien, die gleich nach der christlichen Rückeroberung Mallorcas durch König Jaime I. von Aragón im Jahre 1229 hier entstanden. Auf dem Berg kann man heute noch schmale, lange Löcher erkennen. Ihre Länge beträgt nicht mehr als ca. 2 Meter. Dies waren einst die Schlafstellen der ersten Einsiedlermönche.

Das Franziskanerkloster ist eng mit dem Namen Ramon Llull (Raimundus Lullus, 1232-1316) verbunden. Der berühmte mallorquinische Mönch, Mystiker, Missionar und Philosoph, zog sich 1263 als Eremit hierher zurück und lebte und arbeitete hier fast zehn Jahre. Dies war auch der Ort, an dem Lull die Vision des gekreuzigten Christus hatte, der ihn aufforderte auf Missionsreisen zu gehen. Daraufhin lernte er die arabische Sprache, rief eine Arabisch- und Lateinschule zur Ausbildung von Missionaren ins Leben und verfasste zahlreiche seiner berühmten Schriften.

 
   

Der Berg Randa ist fast überall auf Mallorca schon von weitem sichtbar.
Der Berg Randa ist fast überall auf Mallorca schon von weitem sichtbar.
Bei näherem Hinschauen ist der Berg eine Gruppe aus drei einzelnen Hügeln.
Bei näherem Hinschauen ist der Berg eine Gruppe aus drei einzelnen Hügeln.
Ganz oben thront das Kloster Cura hinter einer hohen Mauer verborgen.
Ganz oben thront das Kloster Cura hinter einer hohen Mauer verborgen.
Gleich neben dem  Eingangsportal von 1682 liegt die Hotelrezeption.
Gleich neben dem Eingangsportal von 1682 liegt die Hotelrezeption.
Dahinter öffnet sich der große Platz unter dem sich die Zisterne befindet.
Dahinter öffnet sich der große Platz unter dem sich die Zisterne befindet.
Im Garten empfängt der Heilige Franz von Assisi die Kraft Gottes.
Im Garten empfängt der Heilige Franz von Assisi die Kraft Gottes.
An die Kirche schließt sich der Souvenirladen an, mit dem berühmten Klosterlikör.
An die Kirche schließt sich der Souvenirladen an, mit dem berühmten Klosterlikör.
Für so ein berühmtes Kloster finde ich die Kirche etwas langweilig.
Für so ein berühmtes Kloster finde ich die Kirche etwas langweilig.
In Randa lebte und wirkte viele Jahre der berühmte Philosoph Ramon Llull.
In Randa lebte und wirkte viele Jahre der berühmte Philosoph Ramon Llull.
Ein kleines Museum zeigt Gegenstände und Schriften aus Ramon Llulls Nachlass.
Ein kleines Museum zeigt Gegenstände und Schriften aus Ramon Llulls Nachlass.
Durch das nächste Tor führt der Weg weiter zum Restaurant.
Durch das nächste Tor führt der Weg weiter zum Restaurant.
Unterhalb des Haupthauses öffnet sich ein weiter Hof mit Rastplatz.
Unterhalb des Haupthauses öffnet sich ein weiter Hof mit Rastplatz.
Große Bäume spenden mittags willkommenen Schatten.
Große Bäume spenden mittags willkommenen Schatten.
Etwas historisches Ackergrät soll hier das Touristenauge beglücken.
Etwas historisches Ackergrät soll hier das Touristenauge beglücken.
Genau so, wie die nett in die Ecke drapierte Bodega Kulisse.
Genau so, wie die nett in die Ecke drapierte Bodega Kulisse.
Einen großen Teil des Haupthauses nimmt das Restaurant ein.
Einen großen Teil des Haupthauses nimmt das Restaurant ein.
Der lange Bogengang dient als Bar-Terrasse.
Der lange Bogengang dient als Bar-Terrasse.
Bei den Gästen überwiegen deutsche Rentner und Radler.
Bei den Gästen überwiegen deutsche Rentner und Radler.
Allein für diese herrliche Aussicht lohnt sich der Weg auf den Berg Randa.
Allein für diese herrliche Aussicht lohnt sich der Weg auf den Berg Randa.
Von hier geht der Blick weit, über den ganzen Norden der Insel.
Von hier geht der Blick weit, über den ganzen Norden der Insel.

Da Ramon Llull seine Bücher außer in Latein und Arabisch vor allem auch in der Volkssprache Katalan schrieb ist die Cura einer der Orte, an denen das Katalanische von einem vulgärlateinischen Dialekt zur Kultur- und Literatursprache erhoben wurde,

Im Jahre 1510 wurde in den Räumen der alten Lullschen Missionarsschule eine Grammatikschule errichtet, die hohes Ansehen auf Mallorca hatte. Ab 1553 wurde die Anzahl der Fächer erweitert und so entstand ein Allgemeinstudium, das Grammatik, Rhetorik und Griechisch lehrte und sogar zum Universitätsstudium berechtigte. Über 300 Jahre später, am 25. Januar 1826, verließ der letzte Lehrer die Schule, und sie wurde geschlossen. Danach verfielen die leerstehenden Bauten zusehends. Erst im August 1913 kam die Wende, als den Franziskaner Tertiaren die Benutzung dieses Wallfahrtsortes wieder zugesprochen wurde.

Heute betritt man das Kloster durch das alte Portal aus dem Jahre 1682. Die Inschrift über dem Tor lautet: "Amable fill, saluda Nostra Dona qui es salut benedicció nostra". Der Spruch entstammt dem Buch Blanquerna des Ramon Llull (Kap. 61) und bedeutet "Lieber Sohn, grüße unsere liebe Frau, die für uns Heil und Segen ist".

Auch die Cura ghört zu den mallorquinischen Klöstern, in denen die alten Mönchszellen renoviert wurden und jetzt als Hotel dienen. Die Zimmer haben modernen Standard, besitzen alle ein Bad und auch der Fernseher fehlt nicht. Im ehemaligen Grammatiksaal ist heute ein kleines Ramon-Llull-Museum. Hier werden Schriften, Gebrauchsgegenstände und Bilder des berühmten Ex-Möchs selbst, und aus seiner Zeit gezeigt.

Egal ob man die fünf Kilometer lange Strecke vom Dorf Randa aus wandert, mit dem Auto fährt, oder mit dem Fahrrad erklimmt. Die Lage, auf dem über 500 m aus der Ebene aufragenden Berg, macht dieses Kloster zu einem, vor allem an Wochenenden bei Touristen wie Einheimischen gleichermaßen beliebten Ausflugsziel. Der Rundumblick über die Insel ist wirklich atemberaubend. Aus diesem Grund ist die Cura de Randa vermutlich mallorcas "Hotel" mit der schönsten Aussicht.





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