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Sa Coma:


TALAYOT S'ILLOT

S'Illot liegt an der Ostküste Mallorcas, nicht weit vom Touristenstrand von Sa Coma. Dieses megalithische Dorf wurde im Jahre 1965 durch eine Gruppe Wissenschaftler der Universität Marburg ausgegraben. Es handelt sich hier um ein relativ kleines talayotisches Dorf, dessen Entstehung in das Jahr 1.100 v. Chr. datiert wird und in dem einst wahrscheinlich knapp 200 Einwohner lebten.
    

Das Talayot-Dorf liegt im Zentrum von S'Illot.
Das Talayot-Dorf liegt im Zentrum von S'Illot.
 Teile der runden Umfassungsmauer sind bis heute relativ gut erhalten.
Teile der runden Umfassungsmauer sind bis heute relativ gut erhalten.
 
 
 
 
 
Durch Öffnungen wurde Wasser aus einem unterirdischen See geschöpft.
Durch Öffnungen wurde Wasser aus einem unterirdischen See geschöpft.

Ein großer Teil der eindrucksvollen Mauer ist bis heute in relativ gutem Zustand erhalten. Anstelle des sonst üblichen geschlossenen Kreises, bildet sie hier nur einen südwestlichen Halbkreis um das Gelände und es sind auch keinerlei Spuren sichtbar, dass sie einst geschlossen war.

S'Illot besaß nicht die Monumentalität anderer Talayots und bestand wohl nur aus kleineren Hütten mit Steinwänden und mit Ästen gedeckten Dächern. Genau in der Mitte finden sich Reste eines leicht erhöhten Gebäudes mit U-förmigem Innenraum. An dieses vermutliche Zentralgebäude waren labyrinthartig weitere Räume angebaut. Zwischen den verschiedenen Hütten gab es zwei kleine hufeisenförmige Bereiche. Man vermutet, dass sie religiösen Zwecken gedient haben, da sie jeweils in Richtung des Sonnenaufgangs zur Winter- bzw. Sommersonnenwende ausgerichtet sind.

Das besondere an diesem Talayot ist, dass er trotz seiner Nähe zum Meer direkt über einem kleinen unterirdischen Süßwassersee lag. Durch Brunnenartige Öffnungen im Boden konnten sich die ehemaligen Einwohner so jederzeit mit frischem Trinkwasser versorgen.

Leider machte das Gelände bei meinem letzten Besuch einen beklagenswerten Eindruck. Auf einem großen Platz inmitten moderner Touristenhotels gelegen, fühlt sich scheinbar niemand dafür zuständig dieses uralte Kulturgut Mallocas vor dem Verfall zu retten und wieder zu restaurieren.





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