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Bemerkenswelt :: EINKEHR :: ERINNERUNGEN

IN MEMORIAM

Leider haben nicht alle unserer Lieblingslokale die Zeiten überdauert. Anstatt sie von der Bemerkenswelt einfach verschwinden zu lassen ist hier noch eine kleine Zusammenfassung als schöne Erinnerung:


Düsseldorf:

Taverne Pegasos

Hier war sozusagen mein "Wohnzimmer", mein "Zuhause". Seit der Eröffnung im Jahre 1979 habe ich jahrzehntelang fast jeden Tag dort gesessen. Ein beträchtlicher Teil meines Lebens fand hier statt, mit Lachsforelle, Lammschulter, Taramas und literweise Retsina. Bei den großen Runden an Tisch 1 kamen immer viele Stammgäste zusammen mit denen ich mehr austauschen konnte, als flache Kneipenthemen. Dieses angenehme Herumsitzen, anstatt nur schnell was zu essen ist das, was eine echte Taverne ausmacht. Unser Dank gilt Nikos († Feb. 22) und Jorgos, die das Pegasos 40 Jahre lang zu einem beliebten Treffpunkt vieler interessanter Menschen gemacht haben.
Der Name Pegasos steht seit 1979 an diesem Haus, am düsseldorfer Kirchplatz.
Der Name Pegasos steht seit 1979 an diesem Haus, am düsseldorfer Kirchplatz.
Innen war das Lokal im typisch griechischen Weiß-Blau gestrichen.
Innen war das Lokal im typisch griechischen Weiß-Blau gestrichen.
So leer wie hier war es im Pegasos höchstens sonntagsnachmittags.
So leer wie hier war es im Pegasos höchstens sonntagsnachmittags.
Abends musste Sissi sich ihren Weg meist durch wahre Menschenmassen bahnen.
Abends musste Sissi sich ihren Weg meist durch wahre Menschenmassen bahnen.
Auch die Truhe war immer voll, mit vielen leckeren Vorspeisen.
Auch die Truhe war immer voll, mit vielen leckeren Vorspeisen.
Vor allem frischer Fisch gehörte im Pegasos zu den Highlights.
Vor allem frischer Fisch gehörte im Pegasos zu den Highlights.
Manchmal habe ich sogar den zurückhaltenden Jorgos zum Lachen gebracht.
Manchmal habe ich sogar den zurückhaltenden Jorgos zum Lachen gebracht.
Die Seele des Pegasos waren 40 Jahre lang die beiden Wirte Nikos und Jorgos.
Die Seele des Pegasos waren 40 Jahre lang die beiden Wirte Nikos und Jorgos.
"Aber das Pegasos gibt es doch noch!", wird jetzt manche*r sagen. Ja, aber ohne die alten Wirte ist es nicht mehr das alte – nicht mehr "unser" Pegasos. Um unser altes Pegasos so im Herzen zu behalten, wie es war, machen wir im neuen Pegasos Platz für neue Gäste.


Dormagen Zons:

Zur Rheinfähre

Das Gasthaus zur Rheinfähre war viele Jahre unser Lieblingslokal in Zons. Hier saßen wir schön unter großen alten Bäume und konnten den in der Ferne auf dem Rhein vorbeifahrenden Schiffen zuschauen. Wenn auch der raue Ton der Wirtin nicht jedermanns Sache war, so kamen wir doch bestens mit ihr klar und genossen den Mandarinenkäsesahnekuchen mit einem Käffchen.
Das Gasthaus Zur Rheinfähre war bei Radlern ein beliebter Boxenstopp.
Das Gasthaus Zur Rheinfähre war bei Radlern ein beliebter Boxenstopp.
Die Maueranker geben das Baujahr des Hauses mit 1838 an.
Die Maueranker geben das Baujahr des Hauses mit 1838 an.
Bei einem Kölsch unter dem Baum die Zeitung lesen, das war pure Entspannung.
Bei einem Kölsch unter dem Baum die Zeitung lesen, das war pure Entspannung.
So leer haben wir es hier selten erlebt.
So leer haben wir es hier selten erlebt.
Im Sommer spenden alte Bäume den vielen Besuchern wunderbar Schatten.
Im Sommer spenden alte Bäume den vielen Besuchern wunderbar Schatten.
Ein schöner Platz für alt gewordene Hippies, wie uns.
Ein schöner Platz für alt gewordene Hippies, wie uns.
Es gab schon Zeiten, da konnte man hier mit dem Boot anlegen.
Es gab schon Zeiten, da konnte man hier mit dem Boot anlegen.
Nur ein paar Schritte entfernt fließt der Rhein vorbei.
Nur ein paar Schritte entfernt fließt der Rhein vorbei.
Nachdem es fast zwei Jahre geschlossen war gibt es auch dieses Lokal wieder, allerdings nun schon mit dem zweiten neuen Inhaber (Stand: Juli 22). Nach zwei Testbesuchen waren wir uns jedoch einig, dass es jetzt, ohne die platzfüllende Persönlichkeit der grantigen Wirtin, ein Lokal wie viele Andere ist und wir hier nicht mehr hingehen müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass die neuen, sehr schmalen und harten Bierbänke sich vielleicht für Schützenfeste gut eignen, aber nicht dafür, dass wir uns hier wohlfühlen.


Leichlingen:

Wietsche Mühle

Die Wietsche Mühle war seit Generationen bekannt für ihren Beerenwein, den ich allerdings nie probiert habe. Uns hat es hier gefallen, weil man auf der Terrasse in Fühlnähe der Bäume quasi direkt im Wald saß. Bei unseren vielen Besuchen im SinnesWald haben wir oft versucht auch noch etwas Zeit für Bockwurst und Weizenbier in der nur wenige Schritte entfernten Wietsche Mühle zu haben.
Die Besitzer waren mittlerweile immer älter geworden und kündigten uns über die Jahre mehrfach an, sich endlich zur Ruhe setzen zu wollen. Irgendwann war es dann so weit und dieser schöne Treffpunkt gehörte der Vergangenheit an.


Kempen:

Mein Café

Wir haben keinen Besuch in Kempen gemacht ohne in "Mein Café" einzukehren. Möbel und Geschirr haben uns immer an das gemütliche Wohnzimmer unserer Oma erinnert und die Torten waren wirklich vom Feinsten. Entsprechend voll war das kleine Lokal immer und es war oft nicht leicht einen Platz zu bekommen.
Mein Café war unser Lieblingscafé in Kempen.
Mein Café war unser Lieblingscafé in Kempen.
Innen herrschte ein gemütlicher Stilmix.
Innen herrschte ein gemütlicher Stilmix.
Hier haben wir uns gefühlt wie bei Oma.
Hier haben wir uns gefühlt wie bei Oma.
Die Torten waren immer allererste Sahne!
Die Torten waren immer allererste Sahne!
Leider mussten wir jetzt im Internet erfahren, dass Mein Café geschlossen wurde, weil die Inhaberin "aus beruflichen Gründen" die Region verlässt. Wie schade ...!



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