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Köln-Worringen:


BLAUMEISEN AM BLUTBERG

Der Worringer Bruch ist ein schönes Stück Natur im äußersten Norden von Köln. Entlang einer verlandeten ehemaligen Rheischleife wurde hier ein kleines Naturschutzgebiet geschaffen in dem es sich gut spazierengehen lässt. Der Weg durch den Wald führt vorbei an hohen alten Bäumen und dichtem, naturbelassenem Gestrüpp. Als wir hier durchgingen war nur lautes Vogelgezwitscher zu hören und so gut wie gar keine Verkehrsgeräusche drangen bis hierher. Das Gebiet ist zwar nicht sehr groß, aber trotzdem von hohem Entspannungswert.

Obwohl es schon 8.000 Jahre her ist, als der Rhein hier durchfloss, haben sich an verschiedenen Stellen des Gebietes bis heute Feuchtbiotope erhalten, deren Ausdehnung je nach Wasserpegel des Rheins variiert. Weil die Wasserflächen und das dichte Gestrüpp die Besucher auf den Wegen halten ist der Worringer Bruch zum Rückzugsgebiet vieler seltenen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten geworden. Neben Sumpfbiber und Waldohreule soll es hier lt. Wikipedia sogar Waschbären geben.
 
   

Nur wenige Meter von der Straße entfernt umfängt uns dichter Wald.
Nur wenige Meter von der Straße entfernt umfängt uns dichter Wald.
Die alten Bäume und das undurchdringliche Gestrüpp haben mir gut gefallen.
Die alten Bäume und das undurchdringliche Gestrüpp haben mir gut gefallen.
Je nach Rheinpegel steigt auch im Bruch der Wasserstand an.
Je nach Rheinpegel steigt auch im Bruch der Wasserstand an.
Die beiden größten Tümpel trocknen auch im Hochsommer nicht aus.
Die beiden größten Tümpel trocknen auch im Hochsommer nicht aus.
Hier ist Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Hier ist Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Am Ufer haben es sich ein paar Kanadagänse gemütlich gemacht.
Am Ufer haben es sich ein paar Kanadagänse gemütlich gemacht.
 
 
Im fruchtbaren Inneren der alten Rheinschleife breiten sich Kornfelder aus.
Im fruchtbaren Inneren der alten Rheinschleife breiten sich Kornfelder aus.
Heute fließt der Rhein hinter den Bäumen am Horizont entlang.
Heute fließt der Rhein hinter den Bäumen am Horizont entlang.
 
Gleich neben der Kirche erinnert ein Gedenkstein an die Schlacht von Worringen.
Gleich neben der Kirche erinnert ein Gedenkstein an die Schlacht von Worringen.

Vor rund 700 Jahren ging es hier nicht so beschaulich zu. Der Straßenname "Am Blutberg" erinnert an die Schlacht von Worringen. Am 6. Juni 1288 lieferten sich hier die Truppen des Kölner Erzbischofs auf der einen und eine Armee aus kölner Bürgern, Düsseldorfern und Bergischen Bauern auf der anderen Seite, ein blutiges Gemetzel. Gut zehntausend Kämpfer sollen sich damals gegenübergestanden haben. Schließlich besiegte die Allianz der Gegner den Erzbischof. Die Kölner konnten so ihre Freiheit bewahren und die Düsseldorfer erhielten zum Dank für die Unterstützung zwei Monate später die Stadtrechte.

Der Worringer Bruch ist auch per Bus und S-Bahn gut erreichbar. Was den gastronomischen Genuss angeht, mit dem wir unsere Ausflüge gerne verbinden, sind wir bei unserem kurzen Besuch in Köln-Worringen noch nicht fündig geworden. Deshalb haben wir es uns danach einfach auf der Terrasse des nur wenige Kilometer entfernten Dormagener Landgasthaus Piwipp gemütlich gemacht.


  • Adresse: Erdweg 1a, 50769 Köln (Sportzentrum)



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